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Pancakes, Seemonster und vertraute Gesichter

Pancakes, Seemonster und vertraute Gesichter

Pancakes, Seemonster und vertraute Gesichter

Liebe Leser,

der letzte Blogartikel liegt nun schon eine ganze Weile zurück und wir müssen uns endlich mal wieder bei euch melden!
Nach unserem Kinobesuch in Greymouth, sind wir sofort zurück ins Hostel geflüchtet. Als wir in Greymouth ankommen, haben wir nämlich keinen sonderlich schönen Empfang. Der Wind peitscht uns um die Ohren, es ist tierisch kalt, dunkel und kein Mensch ist auf den Straßen zu sehen. Es wirkt alles wie eine Geisterstadt. Das, was wir von Greymouth sehen, erinnert uns an ein großes Industriegebiet oder eine riesige Bahnhofshalle – unserer Meinung nach eine Stadt auf der Südinsel, die man umgehen kann. Da gibt es weitaus schönere Fleckchen an der Westküste! 🙂

Am nächsten Tag machen wir nach einem späten Frühstück einen Abstecher zum Friseur. Torsten muss da dringend hin, da man ihn sonst von den neuseeländischen Schafen nur schwierig unterscheiden kann. 😀 Aber auch Marcel, der seinen letzten Schnitt Ende Januar (!!!) während der Blenheimer Zwiebelsamenernte hatte, wird mal wieder ordentlich frisiert. Danach fahren wir Richtung Westport, denn wir wollen einen Abstecher zu den berühmten Pancake Rocks und den Punakaiki Blowholes machen. Die Pancake Rocks sind eine Felsformation etwa 40 Kilometer nördlich von Greymouth. Wie der Name schon sagt, sehen diese aus wie übereinandergelegte Pfannkuchen. Ein beeindruckendes Naturschauspiel. Außerdem gibt es hier eine Vielzahl an Blowholes, die bei Flut das Wasser meterhoch in die Luft speien. Eins der Blowholes seht ihr im kurzen Video. Trotz des kühlen Winds und der sanfte Brise vom Meer ist es ein schöner Tag.

Anschließend geht es gleich weiter zu unserem neuen Wwoofing-Pärchen am Lake Brunner. Hier werden wir von einer grandiosen Aussicht über den See und einem schönen Haus begrüßt. Auch diese Stelle wurde uns von ehemaligen Wwoofing-Hosts vermittelt und zu unserem Glück sind die beiden auch wieder sehr nett. Zu der Arbeit in der Woche zählen Wände abwaschen, Fenster putzen, Rasen mähen und noch einiges mehr. Die übliche Wwoofing-Arbeit eben!  An den Abenden können wir uns dann bei einem kühlen Bierchen im Spa-Pool mit Ausblick über den See entspannen. 🙂
Außerdem veranstalten wir mit den beiden auch Film- und Spieleabende, die viel Spaß machen. Am Wochenende findet sogar eine kleine Party mit einem ehemaligen Wwoofing-Mädchen der beiden statt. Es gibt leckeres Essen, lustige Spiele und (etwas zu viel) Wein. 😀

Nach der täglichen Arbeit unternehmen wir auch den ein oder anderen Ausflug. An einem Tag laufen wir den „Raikatane Track“. Das ist ein schöner, kurzer Rundweg, der zuerst über eine Seilbrücke und dann durch den Regenwald ähnlichen Wald führt. Dort gibt es viele Waldtauben und Fantails zu sehen. Und wir glauben, sogar eins der sagenumwobenen Monster im See zu erblicken!

„Vorsicht vor den Taniwha – große, furchteinflößende Kreaturen, die als Taniwha bekannt sind, sollen angeblich die Wächter über die Flüsse und Seen sein. Sie jagen und verzehren unwillkommene Eindringlinge. Über die Jahre wurde das ein oder andere rätselhafte Verschwinden auf einen Taniwha geschoben, die manchmal Kanus über den See begleiten. Es gab seit einiger Zeit keine Sichtungen eines Taniwha … aber seltsame Bewegungen werden manchmal in dem ruhigen Gewässer des Sees beobachtet …“

An einem anderen Tag geht es zu den Carew Falls. Auch das ist ein schöner kurzer Wanderweg, aber was uns am Ziel erwartet, haben wir uns vorher nicht erträumen lassen. Einer der schönsten Wasserfälle, die wir gesehen haben. Zwischen den Steinen kann man wunderbar dem Plätschern zuhören und bei warmen Sonnenstrahlen die Seele baumeln lassen. Ein echter Geheimtipp!

Zurück beim Wwoofing-Haus erwartet uns wieder eine leckere Mahlzeit, denn einer des Deutsch-Kiwi-Pärchens ist Koch und zaubert uns das ein oder andere Festmahl. Fast wie zu Hause! Auf den Bildern hier seht ihr die unglaubliche Aussicht, die man vom Balkon und aus dem Badezimmerfenster hat. Kein Wunder, dass die beiden einen Teil ihres Hauses als Bed&Breakfast vermieten im Sommer stehen die Leute bestimmt Schlange, um hier Ferien zu machen!

Nach unserer Verabschiedung geht es für uns über den gigantischen Arthurs Pass zurück Richtung Christchurch. Unter anderem wieder an Castle Hill vorbei, wo wir vor einigen Monaten die riesigen Steinformationen gesehen haben, die zum Klettern einladen. Außerdem machen wir noch einen kurzen Halt in Springfield, um dort den Riesendonut zu begutachten, der zu Ehren der Simpsons errichtet wurde.

Jetzt sind wir wieder zurück in Oxford und besuchen sogleich ein paar alte Bekannte. Auch hier hat der Winter Einzug gehalten, daher machen wir es uns vor dem Kamin gemütlich, spielen ein Kartenspiel und tauschen Erfahrungen und Berichte aus. Dieses Mal ohne Arbeit werden wir eingeladen, über Nacht zu bleiben und um uns die Bäuche vollzuschlagen. Schön zu wissen, dass wir hier immer willkommen sind, und den Gefallen erwidern wir gern, wenn die beiden uns irgendwann mal in Deutschland besuchen kommen!

Am nächsten Tag fahren wir auch gleich zum nächsten ehemaligen Wwoofing-Gastgeber. Hier dürfen wir zwei Nächte bleiben, nachdem wir die Fenster putzen und das Haus auf Vordermann bringen. Gut, wenn man solche Kontakte hat! Abends gehen wir dann mal wieder ins Kino und schauen uns San Andreas an an der Westküste gab es immerhin nicht so viele Gelegenheit dazu. Das günstige Kino ist hier so verlockend, dass wir uns auch noch Jurassic World ansehen sogar an das salzige Popcorn haben wir uns gewöhnt, was es hier fast ausschließlich gibt.

Und jetzt sind wir in Christchurch bei der Dame mit Kind, wo wir schon mal waren. Wir bleiben hier erstmal die nächsten Tage und vielleicht auch Wochen, denn wir arbeiten auf Hochtouren für einige Projekte, unseren Bewerbungen und an Plänen für die Zukunft. Immerhin stehen nach Neuseeland die gemeinsame Wohnung und neue berufliche Herausforderungen an!

Danke, dass ihr trotzdem noch dabei seid! Spätestens wenn Torstens Papa nächsten Monat kommt und uns für ungefähr einen Monat auf unserer Reise begleitet, gibt es auch wieder mehr zu erzählen!

Bis bald
Euer Torsten & Massimo

10 thoughts on “Pancakes, Seemonster und vertraute Gesichter

  1. Marion Schepp

    Hallo meine beiden Lieben,
    wieder ein wunderschöner Blog, mit beeindruckenden Fotos, die trotz winterlicher Jahreszeit gut gelungen sind, es freut mich immer sehr, wenn es Euch gut geht und ihr auf nette Menschen trefft. 🙂 Für Eure Zukunftspläne wünsche ich Euch viel Glück und Erfolg, was so zwei lieben und symphatischen Jungs ganz bestimmt gelingt 😀 (y)
    weiterhin alles Gute und bleibt gesund, ich vermisse Euch, aber nun ist es ja nicht mehr ganz sooo lange….
    hab Euch megalieb, Bussis :* <3 🙂
    Mama Marion <3 😀 <3

    1. Torsten & Massimo Post author

      Ja, stimmt, langsam rast die Zeit! Wir machen das Beste hier aus den letzten Monaten!

      Vermissen dich auch und bis bald <3

  2. jobst mahrenholz

    Es ist schön, euch weiter zu begleiten. Der Wasserfall ist der Hammer. Habt ihr eigentlich auch schon schlechte Erfahrungen mit einer Woolfin-Familie gehabt? Mir war so als wäre da was gewesen. Ansich ist das Prinzip ja absolut genial. Win-win 🙂
    Lasst’s euch gut gehen.
    Liebe Grüße aus dem kalten Norden Deutschlands,
    Jobst

    1. Torsten & Massimo Post author

      Danke Jobst! Wir hatten bei unseren 15 Gastgebern zwei weniger tolle Erfahrungen: Eine Dame hat von Anfang an 6 Stunden Arbeit pro Tag verlangt, womit wir einverstanden waren, aber dann haben wir doch 7-8 Stunden gearbeitet. Außerdem war sie mit ihrem Essen etwas geizig, obwohl wir nicht gerade den Leuten die Haare vom Kopf essen.

      Und später hatten wir noch eine Frau, die etwas Chaos in ihrer Wohnung hatte. Sprich: Messi. Wir haben uns da so unwohl gefühlt, dass wir nach ein paar Tagen wieder abgereist sind.

      Aber ansonsten waren alle anderen super! ^_^

  3. Marie

    Hallo Torsten und Massimo,

    ich bin gerade durch Zufall auf euren Blog gestoßen und bin begeistert von den tollen Fotografien! Die Pancake Rocks und Lake Brunner sind bestimmt eine Reise wert! Daher meine Frage: Seid ihr mit einer Agentur verreist? Ich möchte ebenfalls gerne Work & Travel starten und informiere mich gerade, zum Beispiel hier: http://www.stepin.de/work-and-travel

    Viele Grüße,
    Marie

    1. Torsten & Massimo Post author

      Hallo Marie,
      danke für dein Lob! 🙂 Wir haben viele Orte besucht, die eine Reise wert sind und die beiden genannten können wir nur empfehlen!
      Wir sind nicht mit einer Agentur verreist. Wir haben unseren Flug bei STA Travel gebucht und hatten dabei auch gleich die ersten 7 Nächte in Auckland + Hilfe beim Steuernummer beantragen, Bankkonto eröffnen usw.
      Das war ganz gut so. Man kann das aber auch völlig alleine machen, es gibt genug Deutsche in den Hostels, die dir da helfen können bzw. bei Facebook-Gruppen usw. Warum willst du denn über eine Agentur verreisen? 🙂
      Unser Tipp: Mach’s alleine und gib das zusätzliche Geld lieber für ein schönen Ausflug in Neuseeland aus. Wenn du Fragen hast, kannst du uns auch gerne eine Mail senden.
      Liebe Grüße,
      Torsten & Marcel

      1. Marie

        Hallo Torsten und Marcel,
        vielen Dank für die schnelle Antwort und den Ratschlag! Ich habe vor mit einer Agentur zu verreisen, da ich kein sonderlich großes Organisationstalent bin und mir ein fester Ansprechpartner sehr wichtig ist. Ich danke euch für euer Angebot. Eventuell komme ich noch einmal darauf zurück.
        Viele Grüße,
        Marie

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